Spaßbad

Gefühlte Generationen fahren bereits zum Aaseebad nach Ibbenbüren, zum Linusbad nach Lingen oder zu anderen Spass- und Wellnessbädern. Viele Städte mit halb so vielen Einwohnern machen ihre Jugendlichen und Familien glücklicher. In Rheine stattdessen tummelt man sich noch im Jahr 1968 in Rheine und 1975 in Mesum errichteten Hallenbad und in einem Freibad aus dem Jahre 1952. Abgesehen davon, dass diese Bäder energetische Katastrophen sind und der Klimastadt Rheine nicht gut zu Gesicht stehen, sind sie auch schlecht wirtschaftlich zu betreiben. Der Landesrechnungshof hat das generell für Bäder aus dieser Zeit beanstandet.

Deshalb soll schnellstmöglich am Standort Freibad ein Spaß- und Multifunktionsbad errichtet werden. Als erstes bekommt der Schul- und Vereinssport seinen Platz in dem Bad, das dafür optimiert wird. Dafür kann das Lippebad in Lünen mit zwei 25-Meter-Bahnen Vorbild sein. Die Parksauna im Parkbad Ahlen ist ein weiteres Vorbild für eine schöne Saunalandschaft. Doch es soll auch als Spaßbad der Treffpunkt für die Familien und Jugendlichen in Rheine werden.

Mit den Fachleuten der Rheiner Bäder GmbH und den Jugendlichen will der ehemalige Bürgermeisterkandidat Heinz-Jürgen Wisselmann in einer Projektwerkstatt das Projekt entwickeln. Statt dies bisher hinter verschlossenen Türen ohne die Bürger mit dem Aufsichtsrat zu entwickeln, der im Durchschnitt deutlich über 55 Jahre alt ist, sollen die jungen Bürger beteiligt werden. Ansonsten kommt wieder nur etwas für alte Leute raus. Man muss dem Bürger und den Jugendlichen nah sein. Das Projekt wird der Bürgermeisterkandidat schon in den Bürgerrunden mit den Jugendlichen weiter entwickeln. Statt eines völlig unsinnigen neuen Busbahnhofes mit Dach für 1,8 Mio. Euro sollen sich die Stadtwerke sofort auf dieses Projekt konzentrieren und nicht erst 2020, wie vom Rat beschlossen.

Wie wird das finanziert?

Das Betreiben von drei uralten Bädern an drei Standorten ist unwirtschaftlich. Zum einen können moderne energetisch ausgerichtete Bäder viel besser bewirtschaftet werden Die Nutzungs- und gerade die Kostensituation der Bäder kann dramatisch verbessert werden. Dies betrifft insbesondere die Betriebskosten in Höhe von 1,72 Mio. Euro (Stand 2011). Angesichts des aktuellen Zinsniveaus könnten die Ersparnisse dort die Finanzierungskosten sichern. Mehr Besucher in einem attraktiveren Bad sorgen für höhere Einnahmen.

An den alten Standorten der Hallenbäder entsteht Bauland – 7857 qm – oder kann eine andere Nutzung – 6492 qm – angestrebt werden. Der Erlös minus Abbruchkosten kann den Grundstock bilden. Zur Verwirklichung werden verschiedene Modellrechnungen erstellt. Es kann hier auf Vorarbeiten der Rheine Bader GmbH zurückgegriffen werden. Packen wir es an, machen wir Rheine auch wieder sofort für Jugendliche attraktiv und auch für Familien!

Bürger für Rheine

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