Schulen und Inklusion

Gute Schulen dürfen nicht durch falsche Inklusion zerstört werden.
Inklusion ist ein „Thema“, dass uns die nächsten Jahre beschäftigen wird. Inklusion ist ein Schlüsselbegriff, der eine humane Gesellschaft kennzeichnet, die Verschiedenheit anerkennt und annimmt. In einem inklusiven Schulsystem wird das gemeinsame Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderungen zur Normalform. Ein Ziel das jeder unterstützt. Das was die Grüne Ministerin Löhrmann mit dem zuständigen Schulamt des Kreises Steinfurt jedoch umsetzt hat nichts mit Inklusion zu tun, sondern zerstört für alle, die Möglichkeit zu Lernen und ist eine Katastrophe.

Zum Sachverhalt:

Das Schulamt für den Kreis Steinfurt als zuständige Schulaufsichtsbehörde beabsichtigt, an verschiedenen Grundschulen der Stadt Rheine dauerhaft Orte des Gemeinsamen Lernens einzurichten. Als Orte des Gemeinsamen Lernens wurde in Rheine die Standorte Annetteschule, Michaelschule, Südeschschule, Marienschule Hauenhorst und die Gertrudenschule bestimmt.

Hierbei handelt es sich um Angebote für Schüler/innen mit Lern- und Entwicklungsstörungen, das heißt mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung. Die Annahme der Schulaufsicht (Kreis-Schuldezernent Dr. Peter Lüttmann), dass für die Aufnahme der Schüler/innen mit Lern- und Entwicklungsstörungen keine baulich bedeutsamen investiven Maßnahmen erforderlich sind, wird von keinem Experten, keinem der Schulleiter und auch nicht von mir geteilt. Alleinwegen dem inklusionsbedingten Mehrbedarf an Räumlichkeiten (z. B. Differenzierungsräume, Rückzugsräume, etc.) sind dauerhaft erhebliche bauliche Neu-, Um- und Erweiterungsmaßnahmen an den fünf genannten Schulstandorten erforderlich.

Desweiteren sind wir der Meinung dass die Personaldecke an den Standorten bei weitem nicht ausreicht, um eine ordnungsgemäße Beschulung zu gewährleisten. In jede Klasse, in der Inklusion ist ein zweiter Lehrer erforderlich, der über eine entsprechende Ausbildung verfügt.

Aus diesem Grunde sind wir der Ansicht dass die Verantwortlichen im Kreis und Bezirk zunächst einmal das Gespräch mit Frau Silvia Löhrmann (Bündnis90/Die Grünen und Ministerin für Schule und Weiterbildung in NRW) zum Zwecke der Bereitstellung von dringend benötigten Mitteln suchen sollte, bevor er die Gemeinden im Kreis Steinfurt, die bekanntlich chronisch klamm sind, überproportional belastet. Wir sagen JA zur Inklusion, aber bitte NICHT auf dem Rücken unserer Kinder. Eine ordnungsgemäße Beschulung muss weiter gewährleistet sein.

Als Erfüllungsgehilfe einer verfehlten Politik auf dem Rücken unserer Kinder taugen wir nicht. Da ist Protest und jeder mögliche Widerstand nötig. Denn es sollen ja eigentlich Sonderschüler in Regelschulen integriert werden, und nicht aus Schülern der Regelschule Sonderschüler gemacht werden.

-Heinz-Jürgen Wisselmann

Bürger für Rheine

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